Wissenschaft
statt Gebirgswanderungen

Der Breisgau-Geschichtsverein Schau-ins-Land e.V.
entstand nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Vereinigung der Gesellschaft für Beförderung der Geschichtskunde mit dem Breisgau-Verein Schauinsland.

Beide Vorgängervereine befassten sich mit der Geschichte der Stadt Freiburg und des Breisgaus. Während die Gesellschaft, an deren Gründung 1826 Universitätsprofessoren und höhere Beamte beteiligt gewesen waren, allerdings bei ihrer Arbeit mehr der Wissenschaft verpflichtet war, sah der 1873 gegründete Breisgau-Verein – jedenfalls in seiner frühen Phase – seine Aufgabe darin, »den Freunden von Gebirgswanderungen, besonders in den Bergen des Breisgaues als Sammelpunkt zu dienen, sowie nebenbei gesellige Unterhaltung zu bieten durch Sammlung von Sagen, Denkwürdigkeiten etc. aus der Geschichte des Breisgaues, und Aufsuchung schöner Punkte desselben das Interesse zu fördern«.

Die Vereinigung beider Vereine 1946 war problemlos, da es ohnehin schon Doppelmitgliedschaften und – nach einer Annäherung im wissenschaftlichen Niveau bei der Befassung mit der Geschichte – gelegentlich gemeinsame Veranstaltungen gegeben hatte. Beide Vereine gaben Jahrbücher heraus (die Gesellschaft jedoch erst kontinuierlich seit 1869). Sie fanden nach der Fusion der Vereine ihre Fortsetzung in der seit 1946 erscheinenden Zeitschrift des Breisgau-Geschichtsvereins Schau-ins-Land. Deren Registerbände erschließen auch den Inhalt der Vorgängerpublikationen.

Die vom alten Breisgau-Verein Schauinsland eingebrachte »Stube« im Historischen Kaufhaus, die sich mit ihrer Ausmalung und Einrichtung im Geiste der Spätromantik und des Historismus glücklicherweise im Originalzustand erhalten hat und durchaus sehenswert ist, dient immer noch als hauptsächlicher Veranstaltungsort bei Zusammenkünften.


(Siehe auch den Beitrag in der Zeitschrift "Momente", Ausgabe 3, 2014, PDF)